Kommunikation

Neben der politischen Arbeit setzt Bauenschweiz einen Schwerpunkt auf die Kommunikation und Information nach innen und aussen.

Bauenschweiz ist die Ansprechpartnerin für politische Fragen rund um die Bauwirtschaft. Neben der politischen Arbeit setzt Bauenschweiz aber auch einen Schwerpunkt auf die Information nach innen und aussen. Im Berichtsjahr wurde die Kommunikation gemäss der Ende 2024 verabschiedeten neuen Struktur mit den Ebenen Grundrauschen sowie Themenplattform Öffentlichkeitsarbeit auf- und ausgebaut. Ebenso wurde die Publikation des Vergabemonitors weitergeführt und -entwickelt. Dieser macht den Kulturwandel in der öffentlichen Beschaffung sicht- und messbar. Er misst die Umsetzung anhand einer zeitnahen, datenbasierten und übergeordneten Analyse der öffentlichen Ausschreibungen. Damit sensibilisieren wir Beschaffungsstellen sowie Anbietende für ein Umdenken.

2025 wurden vier Webinare zum Beschaffungsrecht durchgeführt. Es nahmen durchschnittlich 100 Personen aus Bundes- und Kantonsverwaltung, Unternehmen, Büros und Mitgliedverbänden teil. Die Themen waren vielseitig:

  • Stand der Revision und aktuelle Rechtsprechung (auf Französisch, Zusammenfassung der letzten drei Webinare)
  • Vergabemonitor 2.0 und Analyse des Zuschlagskriteriums Nachhaltigkeit
  • Blick über die Landesgrenzen
  • Revidierte KBOB-Leitfäden zur Beschaffung von Planer- und Werkleistungen

Plenarversammlung und Sessionsanlässe

Die Präsidenten, Geschäftsführerinnen und Delegierten der Mitgliedsverbände trafen sich am 23. September 2025 im Schweizerhof in Bern. Bauenschweiz-Präsident und Ständerat Hans Wicki und Direktorin Cristina Schaffner begrüssten die zahlreichen Vertreterinnen und Vertreter der Bauwirtschaft, aus Bundesbern mit fünfzehn Parlamentarierinnen und Parlamentarier sowie der Wirtschaft. An der Plenarversammlung verabschiedeten die Delegierten die statutarischen Geschäfte und wählten den Vorstand in seiner Zusammensetzung wieder. Präsident Hans Wicki und Direktorin Cristina Schaffner informierten zudem über die wichtigsten politischen Dossiers. Im Anschluss an die Plenarversammlung fand der traditionelle Bau-Abend statt. Moderatorin Sonja Hasler diskutierte mit BAV-Direktorin Christa Hostettler sowie Valentina Kumpusch, Vizedirektorin des ASTRA, über die Zukunft der Mobilität in der Schweiz.

Das Format des gemeinsamen Nachtessens mit baunahen Parlamentarierinnen und Parlamentariern im kleinen Rahmen wurde 2025 während der Frühjahrssession zum vierten Mal durchgeführt.

Öffentlichkeitsarbeit

Mit der vom Vorstand im vergangenen Jahr beschlossenen Kommunikationsstruktur hat Bauenschweiz 2025 wichtige Grundlagen für eine konsistente und wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit gelegt. Die beiden Ebenen «Grundrauschen» und «Themenplattform Öffentlichkeitsarbeit» bilden dabei den Rahmen für eine kontinuierliche Präsenz des Dachverbands sowie für gemeinsame Projekte mit den Mitgliedsverbänden.

Im Grundrauschen wurden die notwendigen Basiselemente aufgebaut und die Kommunikation klar ausgerichtet. Der Newsletter wurde überarbeitet und stärker auf eigene Inhalte und erzielte Ergebnisse fokussiert. 2025 erschienen sieben Ausgaben. Die Rückmeldungen der Mitglieder fallen positiv aus, und weitere Optimierungen werden vorbereitet. Parallel dazu wurde LinkedIn als zentraler Kanal weiter professionalisiert und mit einem klaren, aber flexibel anpassbaren Plan geführt. Auch das Profil der Direktorin wird je nach Ziel und Inhalt gezielt eingesetzt.

Ein Schwerpunkt lag 2025 zudem auf der Medienarbeit. Der Aufbau und die Pflege eines stabilen Mediennetzwerks zahlten sich aus und ermöglichten vertiefte Gespräche zu wichtigen Themen der Bauwirtschaft. Ergänzend wurde die neue Zusammenstellung relevanter Branchenzahlen auf bauenschweiz.ch/zahlen geschaffen und weiter gepflegt. Das eingeführte Medienmonitoring sowie das Issue Management tragen dazu bei, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und gezielt zu adressieren. Im Berichtsjahr hat der Vorstand zudem die neue Krisenkommunikation verabschiedet. Damit verfügt Bauenschweiz über klare Prozesse, Zuständigkeiten und Kommunikationsabläufe für den Ernstfall. Ebenso trat die Geschäftsstelle wiederum in verschiedenen Publikationen und Veranstaltungen der Mitglieder auf. Direktorin Cristina Schaffner vertrat Bauenschweiz zudem als Referentin an verschiedenen Anlässen.

Die Zusammenarbeit mit den Kommunikationsverantwortlichen der Mitgliedsverbände wurde ebenfalls verstärkt. Bei medienrelevanten Themen erfolgte, wo sinnvoll, eine gemeinsame Abstimmung. Diese enge Kooperation spiegelt sich insbesondere im ersten Projekt der Themenplattform Öffentlichkeitsarbeit wider.

Die im März gestartete Plattform, die Vertreterinnen und Vertreter aller Stammgruppen umfasst, hat 2025 ein erstes gemeinsames Projekt lanciert: die Entwicklung einer Themenausgabe des Spick-Magazins zur Bauwirtschaft. Nach dem Kickoff im März, der Projektidee im Juni, folgte im August bereits die Crowdfunding-Phase, die im Oktober erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Am Projekt beteiligt sind Bauenschweiz-Mitglieder, weitere Verbände, EnergieSchweiz sowie die Geschäftsstelle, welche auch die Projektleitung übernimmt. Die redaktionellen Arbeiten laufen, und Print- wie auch Digitalformate sollen im kommenden April/Mai publiziert und breit eingesetzt werden. Die Inhalte stehen den Mitgliedern zur freien Wiederverwendung auf ihren eigenen Kanälen zur Verfügung.

Spitzengespräche

Der jährliche Austausch mit der KBOB Anfang Juli stand wieder im Zeichen der Umsetzung des neuen Beschaffungsgesetzes auf Bundesebene und der Harmonisierung in den Kantonen. Weiter wurde die Bedeutung von partnerschaftlichen Zusammenarbeitsmodellen erneut diskutiert und eingefordert. Bauenschweiz nahm zudem die 2024 eingeforderte Stärkung der KBOB-Vertragsvorlagen zur Kenntnis und prüfe über den Sommer die Vorschläge. In Rücksprache mit der Bauenschweiz-Arbeitsgruppe KVP bestätigte der Vorstand diese als ersten wichtigen Schritt. Wird aber auch in Zukunft die Anwendung auf den Projekten monitoren, um die starken Abänderungen zu stoppen. Neu hat die KBOB Benutzungshinweise hinterlegt, welche Bauenschweiz inhaltlich ergänzt hat. Zudem erscheint neu in der Fusszeile der Verträge einheitlich Bauenschweiz als Dachverband. Die Kommunikation zu den Änderungen und damit eine weitere Sensibilisierung für partnerschaftliche Verträge erfolgt in einem gemeinsamen Webinar und eigenständig über alle Bauenschweiz Kanäle.

Das Spitzengespräch mit dem BAFU fand im September in Bern statt. Im Zentrum des Austauschs standen die wiederum Massnahmen und aktuellen Arbeiten des BAFU und der Verbände zum Thema PFAS. Weiteres Thema war eine zukunftsgerichtete und mit dem nahen Ausland kompatible Ökobilanzierungen.

Das traditionelle Spitzengespräch mit der Bankiervereinigung (SwissBanking) fand dieses Jahr auf Grund fehlender Themen nicht statt und wird 2026 im kleinen Kreis mit Präsident und Direktorin durchgeführt, um den Kontakt zwischen den Organisationen pragmatische und weniger ressourcenintensiv zu halten.