15. Sep 2026

Duale Bildung stärken und Fachkräfte sichern

Die Bauwirtschaft plant, baut, saniert und unterhält, was die Schweiz täglich braucht. Dafür ist sie auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen – heute und in Zukunft. Gleichzeitig verschärft sich der Fachkräftebedarf entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Bauenschweiz hat deshalb gemeinsam mit seinen Mitgliederverbänden eine Haltung zur Bedeutung des dualen Bildungssystems und zur Sicherung des Fachkräfteangebots erarbeitet. Sie umfasst sieben Schwerpunkte: von der Stärkung der dualen Bildung über die Entwicklung und Sicherung von Fachkräften bis zur gemeinsamen Verantwortung aller beteiligten Akteure.

Für die Bauwirtschaft ist das duale Bildungssystem und damit die Gleichwertigkeit von Berufsbildung und Hochschulbildung von zentraler Bedeutung. Die enge Verbindung zwischen Theorie und Praxis fördert Fachkompetenz, Verantwortungsbewusstsein und Qualitätsverständnis. Gleichzeitig eröffnet die hohe Durchlässigkeit vielfältige Bildungs- und Entwicklungsperspektiven. Diese Stärke gilt es zu erhalten und weiterzuentwickeln. Dazu gehört auch, dass die Nähe zur Praxis auf Ebene der Fach- und Hochschulen gestärkt wird und Zukunftskompetenzen, wie zum Beispiel der Umgang mit KI, rechtzeitig in die Aus- und Weiterbildung einfliessen.

Gemeinsam Verantwortung tragen

Neben einer qualitativ hochwertigen Ausbildung ist für die Bauwirtschaft entscheidend, Fachpersonen langfristig für die Branche zu gewinnen und zu halten. Attraktive Entwicklungsmöglichkeiten, gute Arbeitsbedingungen und die gezielte Begleitung von Lernenden und Fachpersonen leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Gleichzeitig braucht es angesichts des sich verschärfenden Fachkräftebedarfs zusätzliche Zugänge zur Bauwirtschaft. Dafür müssen ihre vielfältigen Tätigkeiten und Entwicklungsperspektiven sichtbar sein und unterschiedliche Personengruppen angesprochen werden. Dazu gehören beispielsweise Frauen in technischen und handwerklichen Berufen, ältere Fachkräfte oder Quereinsteigende. Bauenschweiz flankiert deshalb die Aktivitäten seiner Mitgliederverbände mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit und stärkt das Bewusstsein für die Bedeutung, Vielfalt und Attraktivität der Bauwirtschaft.

Die Ausbildung und Entwicklung von Fachkräften wird heute in hohem Mass von den Berufsverbänden und Unternehmen der Bauwirtschaft getragen. Gleichzeitig greifen auch öffentliche Verwaltungen, Infrastrukturbetreiber, Immobiliengesellschaften und weitere Organisationen auf diesen Fachkräftemarkt zu. Für Bauenschweiz ist deshalb klar, dass die Sicherung von genügend qualifizierten Fachkräften eine gemeinsame Verantwortung von Wirtschaft, Politik, Bildungsinstitutionen und öffentlichen Auftraggebern ist.

Bauenschweiz wird sich bei politischen Entwicklungen in diesem Themenbereich entsprechend dieser gemeinsam mit den Mitgliederverbänden erarbeiteten Haltung positionieren.