12. Mai 2026
Die Bauwirtschaft braucht verlässliche und stabile Rahmenbedingungen, um den Gebäude- und Infrastrukturpark fit zu machen. Die 10 Millionen-Initiative gefährdet diese klaren Spielregeln unnötig. Aus diesem Grund setzt sich Bauenschweiz für ein Nein am 14. Juni ein.
Die Schweizer Bauwirtschaft übernimmt Verantwortung und macht sowohl die Gebäude, als auch die Infrastrukturen fit für die Zukunft. Sie sichert nicht nur Verkehrs-, Energie- und Wasserinfrastruktur oder schafft Wohn- und Arbeitsraum sondern stellt auch sicher, dass wir bereit sind für noch stärkere Niederschläge, eine Zunahme von Hagel oder Hitzeperioden. Die Bauwirtschaft macht die Schweiz in der Mobilität, beim Wohnen, Arbeiten oder Produzieren sowie bei der Infrastruktur resilient und damit robust für die Zukunft.
Damit wir diese Arbeit leisten können, braucht es entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Planung über die Ausführung bis hin zur Herstellung von Baumaterialien – stabile und verlässliche Rahmenbedingungen und keine neuen regulatorischen Risiken. Unternehmen und Büros brauchen Planungssicherheit und Baumaterialproduzenten Investitionssicherheit.
Gleichzeitigt betont beispielsweise Unternehmer und VSSM-Präsident Jürg Rothenbühler, dass die Initiative den Fachkräftemangel verschärft. «Gerade das Baugewerbe, das Holzgewerbe und viele KMU sind auf qualifizierte Mitarbeitende angewiesen. Wer die Zuwanderung stark einschränkt, trifft am Ende die Betriebe, welche täglich Wertschöpfung leisten und Arbeitsplätze sichern.»
Auch die Diskussion um Wachstum greift hier zu kurz. Bauenschweiz Vorstand und CEO der Losinger Marazzi AG Pascal Bärtschi betont ebenfalls: «Unabhängig davon, ob die Wirtschaft weiterwächst oder nicht: Der Bedarf an Fachkräften bleibt hoch und wird durch den demografischen Wandel zusätzlich verschärft.» Bereits heute hätten insbesondere die Bau- und Immobilienbranche grosse Mühe, genügend qualifizierte Mitarbeitende zu finden.
Bauenschweiz mit Nein-Parole
Der Bauenschweiz Vorstand hatte nach interner Konsultation der Mitgliedverbände entschieden, sich für ein Nein am 14. Juni zu engagieren und sich aktiv im Nein-Komitee einzubringen.

«Unabhängig davon, ob die Wirtschaft weiterwächst oder nicht: Der Bedarf an Fachkräften bleibt hoch - und wird durch den demografischen Wandel zusätzlich verschärft.»
Pascal Bärtschi, Vorstand Bauenschweiz und CEO der Losinger Marazzi AG
«Wer die Zuwanderung stark einschränkt, trifft am Ende die Betriebe, welche täglich Wertschöpfung leisten und Arbeitsplätze sichern.»
Jürg Rothenbühler, Geschäftsinhaber rothenbühler AG, Zentralpräsident VSSM
