17. Mär 2026
PFAS ist nicht gleich PFAS – die verschiedenen persistenten chemischen Verbindungen müssen differenziert betrachtet werden. Nicht alle sind gleich problematisch und für viele bestehen derzeit noch keine geeigneten Substitute.
Die Bauwirtschaft übernimmt Verantwortung, indem sie sich materiell und substanziell mit dem Thema PFAS beschäftigt. Sie analysiert, wie sie durch Aufkonzentrieren, Ausschleusen und Entsorgen von PFAS-haltigen Abfällen in Hochtemperaturprozessen ihren Beitrag leisten kann. Gleichzeitig bekennt sie sich dazu, Kreisläufe mit nachhaltigen Produkten zu schliessen und den PFAS-Einsatz wo immer möglich zu minimieren.
Darüber hinaus stellen sich zu Beginn eines Projekts häufig grundsätzliche altlastenrechtliche Fragen – etwa bei der Umnutzung ehemaliger Industrieareale zu Wohn- und Bürogebäuden. Gleichzeitig ist klar, dass PFAS-freie Materialien heute faktisch kaum möglich sind – weder bei Lebensmitteln, Konsumgütern oder Baumaterialien. Umso wichtiger ist es, eine zielführende Regelung mit praktikablen Grenz- oder Richtwerten zu finden.
Das Bundesamt für Umwelt hat dafür einen entsprechenden Auftrag des Parlamentes erhalten. Bauenschweiz und die Fachverbände stehen dazu im regelmässigen Austausch mit dem BAFU.
Bauenschweiz hat sich bereits 2024 im Rahmen einer gemeinsamen Haltung zum Umgang und Einsatz von per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) in der Schweizer Bauwirtschaft geäussert. Das nun vorliegende Positionspapier knüpft daran an und zeigt den aktuellen Stand der Diskussion zum Thema auf.
Positionspapier: Aktuelle Ausgangslage PFAS in der Bauwirtschaft