24. Mär 2026

Rückblick auf die Frühjahrssession

In der Frühjahrssession wurden wichtige Weichen für die Bauwirtschaft gestellt. Ein grosser Erfolg ist der gefundene Kompromiss für die Weiterführung des Gebäudeprogramms, für den sich Bauenschweiz gemeinsam mit einer breiten Allianz eingesetzt hat.

Kompromiss für Weiterführung des Gebäudeprogramms gefunden

Das Gebäudeprogramm war Teil des Entlastungspakets 27 des Bundes. In der Schlussabstimmung haben sich die beiden Räte nun für ein jährliches Fördervolumen von bis zu 450 Millionen Franken vom Bund für das Programm ausgesprochen und damit einen Kompromiss zum ursprünglichen Sparvorschlag unterstützt.

Somit werden beispielsweise erneuerbare Heizungen, Fernwärme aus Geothermie, bessere Gebäudedämmungen sowie weitere Massnahmen, um den Klima- und Energiezielen trotzdem einen Schritt näherzukommen, auch weiterhin gefördert.

Bauenschweiz hat sich gemeinsam mit seinen Mitgliedern und einer breiten Allianz seit der Vernehmlassung des Entlastungspakets konsequent für den Erhalt des Gebäudeprogramms eingesetzt. Nach der Abschaffung des Eigenmietwerts und dem damit verbundenen Wegfall von steuerlichen Abzügen für Gebäudeunterhalt und energetische Sanierungen hat das Programm zusätzlich an Bedeutung gewonnen. 

Motion Wicki

Ein weiterer Erfolg ist die Annahme der Motion von Präsident Hans Wicki im Ständerat. Bei öffentlichen Beschaffungen richtet sich das Verfahren nach dem Auftragswert: Je höher dieser ist, desto aufwendiger ist das Verfahren.

Die Schwellenwerte wurden seit 2019 nicht angepasst, obwohl die Baupreise seither um rund 15 % gestiegen sind. Dadurch fallen heute unveränderte Projekte häufiger in strengere Verfahren. Das führt zu mehr Bürokratie und höheren Kosten für Auftraggeber und Unternehmen. Besonders für KMU ist dies belastend, da sie hohe Offertekosten schlechter tragen können.

Die Bauwirtschaft braucht bei Hoch- und Tiefbauprojekten der öffentlichen Hand Planungssicherheit und klare Rahmenbedingungen. Dazu gehören berechenbare und transparente Schwellenwerte, die sich an den Entwicklungen in der Bauwirtschaft orientieren. Deshalb spricht sich der Dachverband dafür aus, die Schwellenwerte an die Teuerung anzupassen und eine entsprechende Methode gemeinsam mit allen Beteiligten festzulegen.

Bundesrat und Ständerat erkennen ebenfalls den Handlungsbedarf. Die Motion geht nun in die vorberatende Kommission des Nationalrats.