29. Sep 2021

Bauenschweiz Plenarversammlung mit Gesamterneuerungswahlen des Vorstands

Bauenschweiz Plenarversammlung mit Gesamterneuerungswahlen des Vorstands

Die Plenarversammlung von Bauenschweiz fand erstmals in Kombination mit dem Herbst-Sessionsanlass im Schweizerhof in Bern statt.

Zur diesjährigen Bauenschweiz-Plenarversammlung trafen sich die Präsidenten, Geschäftsführerinnen und Delegierten der Mitgliederverbände am 28. September 2021 im Schweizerhof in Bern. Nachdem im letzten Jahr auf alle Veranstaltungen vor Ort verzichtet wurde und die statutarischen Geschäfte im Zirkularverfahren beschlossen wurden, stand der Anlass im Zeichen des Austausches. Bauenschweiz-Präsident und Ständerat Hans Wicki freute sich ganz besonders, die Teilnehmenden endlich wieder vor Ort begrüssen zu dürfen. 2020 prägte den Dachverband vor allem die Pandemie. Bauenschweiz hat sich von Beginn weg beim Bundesrat dafür eingesetzt, dass Baustellen offenbleiben können. Die Bauwirtschaft hat sich als elementarer Pfeiler in der Bewältigung der Wirtschaftskrise bewiesen. Als Wirtschaftsverband setzt sich Bauenschweiz auch an der Novemberabstimmung wieder für ein Ja zum Covid-19 Gesetz ein.

Nebst der Verabschiedung von Jahresbericht und Budget sowie weiteren statutarischen Geschäften, lag der Fokus auf den Gesamterneuerungswahlen des Vorstandes für die Amtsdauer 2021-2025. Die bisherige Zusammensetzung des Vorstands wurde bestätigt und neu Jens Vollmar, Vize-Präsident von Entwicklung Schweiz, in den Vorstand gewählt. Jens Vollmar ist Leiter Division Buildings bei Implenia. Hans Wicki begrüsste auch den neuen SIA-Präsidenten Peter Dransfeld als neues Vorstandsmitglied. Dransfeld trat kürzlich die Nachfolge von Stefan Cadosch an der Spitze des SIA an und wurde von den Mitgliedern der Stammgruppe Planung als Vorsitzender gewählt. Schliesslich nutzte der Bauenschweiz-Präsident die Gelegenheit, um die beiden langjährigen Vorstandsmitglieder Stefan Cadosch und Alfred Squaratti zu verabschieden und ihnen für ihre Arbeit zu danken. 

Zum ersten Mal fand gleich im Anschluss an die Plenarversammlung der Bauenschweiz-Sessionsanlass statt. Hans Wicki ging kurz auf aktuelle und zentrale Anliegen des Dachverbandes ein:

  • Das revidierte und zwischen Bund und Kantonen harmonisierte Beschaffungsrecht ist ein Meilenstein für die Bauwirtschaft. Neu geht der Zuschlag statt an das wirtschaftlich günstigste an das vorteilhafteste Angebot. Diese Chance gilt es zu nutzen. Den Wandel in der Vergabekultur haben wir geschafft, wenn der Qualitätswettbewerb den Preiswettbewerb auf allen drei föderalen Ebenen bei den Ausschreibungen abgelöst hat und die Zusammenarbeit der Beschaffungsstellen und Anbieter auf Augenhöhe und Vertrauen basiert. Ein langer Weg, den Bauenschweiz als Dachverband zusammen mit den Mitgliederverbänden und den öffentlichen Bauherren seit dem Start zur Gesetzesrevision begleitet und Aufklärungsarbeit leistet.
  • Das Parlament berät voraussichtlich ab dem 1. Quartal 2022 die Revision des Bauvertragsrechts. Bauenschweiz begrüsst die sanfte Revision und dass das Bundesamt für Justiz unter Beizug von Baurechtsexperten zum Schluss gelangte, dass eine umfassende Überarbeitung nicht notwendig ist. Ein «Konsumentenschutz» im Bauvertragsrecht ist nicht angezeigt.
  • Nachhaltiges Bauen und Bewirtschaften bleibt ein Themenschwerpunkt von uns. Die Bauwirtschaft ist sich ihrer Verantwortung bewusst und anerkennt ihre zentrale Rolle in der Erreichung der ambitionierten Klimaziele. Um neue Impulse auf dem Thema zu setzen, hat der Vorstand Anfang Monat entschieden, alle Teilbranchen an einen Tisch zu bringen und gemeinsam noch enger an den zentralen Fragestellungen zur Modernisierung des Gebäudeparks und dem Ziel Netto 0 zusammenzuarbeiten.

Danach führte Dirigentin Lena-Lisa Wüstendörfer die Gäste in die Geheimnisse einer erfolgreichen Führung im Orchestergraben ein und schlug die Brücke zur Arbeit im eidgenössischen Parlament.

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