Aktuelle Informationen zu Covid-19

Die vereinte Bauwirtschaft setzt mit viel Eigenverantwortung seit Beginn der Covid-19-Pandemie die von Bund und Kantonen empfohlenen Schutz­massnahmen für Mitarbeitende um. Für den aktuellen Anstieg der Fallzahlen ist die Branche gewappnet. Baustellen konnten und können weiterhin offenbleiben, ohne zu Corona-Hotspots zu werden.

Die Bauwirtschaft ist mit 10 Prozent Wirtschaftsleistung und über 500'000 Fachkräfte ein wichtiger Motor für den Schweizer Arbeits- und Wirtschafts­platz. Die Branche ist ein elementarer Pfeiler in der Bewältigung der aktuellen Wirtschafts­krise.

mehr erfahren ...

Bauwirtschaft trotzdem unter Druck

Wie die gesamte Wirtschaft, steht auch die Baubranche unter Druck. Es ist deshalb von Bedeutung, dass die Bauwirtschaft, welche sich während des Lockdowns und in den vergangenen Monaten als Stütze der Wirtschaft behaupten konnte, ihre Rolle weiterhin wahrnehmen kann. Die Bau­wirtschaft funktioniert. Wir können die Krise selber bewältigen, wenn die Bauherren die notwendigen wirtschaftlichen Impulse auslösen und Bauprojekte unverzüglich in Angriff nehmen. Deshalb ruft Bauenschweiz dazu auf: 

Planungen und Projektierungen vorantreiben

Alle und insbesondere die öffentliche Hand wird als Bauherrin aufgerufen keine Sparprogramme zu schnüren, sondern Wettbewerbe, Planungen und Ausschreibungen weiter voranzutreiben. Staatliche Auftraggeber müssen als positive Beispiele vorangehen.

Es braucht dabei keine neuen «Wiederbelebungskonzepte», sondern bereits verabschiedete und geplante Projekte müssen umgesetzt werden. Nur so kann sicher-gestellt werden, dass nach der Krise die Bauvorhaben zügig umgesetzt und der Handel mit Bauprodukten unterstützt wird. Damit werden Arbeitsplätze und die Wertschöpfung der Bauwirtschaft in den kommenden Jahren gesichert.

Baustellen sicher weiterführen

Unter Einhaltung der Schutzmassnahmen für alle Mitarbeitenden muss auf den Baustellen mit möglichst wenig Einschränkungen gearbeitet werden können. Unsicherheiten auf Grund der Situation sind situativ und gemeinsam zu lösen. Die heutigen Baustellenkontrollen funktionieren zuverlässig. Gemäss Suva werden die Sicherheitsmassnahmen eingehalten.

Verfahren beschleunigen

Effizientere Ausschreibverfahren im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben können auf allen Stufen zur Abfederung der Krise beitragen und Projekte beschleunigen. Es gilt mehr denn je, die Digitalisierung des Bewilligungsverfahrens voranzutreiben und digitale Offerteinreichung mit digitalen Unterschriften oder Offertöffnungen über Videokonferenzen zu ermöglichen. E-Government und Digitalisierung müssen in der Prioritätenliste nach oben rücken.

Beschaffung: Qualitätswettbewerb stärken

Am 1.1.2021 tritt das revidierte Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB) in Kraft. Die Kantone verabschiedeten zur Harmonisierung eine interkantonale Vereinbarung (IVöB 2019). Der Qualitätswettbewerb wird damit deutlich gestärkt. Neu geht der Zuschlag statt an das «wirtschaftlich günstigste» an das «vorteilhafteste» Angebot. Der nachhaltige Einsatz der Mittel steht damit im Zentrum jeder Vergabe. Der Erfolg dieses Paradigmenwechsels ist abhängig von uns allen: Beschaffungsstellen und Anbietende müssen die neuen Zuschlagskriterien nutzen und die Chance für mehr Qualität packen.

Ausblick: Zusammenarbeiten und aus Covid-19 lernen

Die Bauwirtschaft selbst kann eine positive Vorbildfunktion wahrnehmen und zeigen, wie eine Branche in der Krise funktionieren kann. Bauenschweiz empfiehlt den Mitgliedern deshalb, gegenseitig Leistungen zu honorieren und trotz der schwierigen Zeit gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Wenn alle zusammenarbeiten, kann die Auftragslage und Liquidität in der Bauwirtschaft nach besten Möglichkeiten sichergestellt werden.