Das braucht’s auf dem Bau: Menschenkenntnis

Lukas Rieser und sein Team bei der Stettler AG meistern Herausforderungen im Tiefbau genauso gut wie im Umgang mit Menschen: Das zeigt sich beim Besuch auf einer Strassenbaustelle in einem Dorf im Berner Seeland, wo auch der Strassenbau-Lernende Noah Fleury bereits Verantwortung übernimmt.

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Schön gelegen am Bielersee, erhält das Dörfchen Täuffelen im Untergrund eine Auffrischung: Lukas Rieser und sein Tiefbau-Team legen eine neue Kanalisationsleitung und arbeiten an Werkleitungen und Fundamenten für die Strassenbeleuchtung. Lukas Rieser ist seit diesem Jahr Mitinhaber der Firma, die im Seeland zu den führenden Anbietern von Hoch- und Tiefbauarbeiten gehört. Ursprünglich stieg er als Maurer ein und absolvierte später die Baumeisterschule. Auf dieser Baustelle ist er in der Funktion des Bauführers. Neben technischen Herausforderungen sind es zwischenmenschliche Aspekte, die seinen Berufsalltag prägen und ihm am Herzen liegen.

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«Es gibt die 4 M: Man muss Menschen mögen.»

Lukas Rieser, Bauführer und Mitinhaber Stettler AG

Diese Philosophie begleitet ihn auf der Baustelle, besonders im Strassenbau, wo der Kontakt mit der Bevölkerung zum Arbeitsalltag dazu gehört. «Im Tiefbau ist die Koordination zwischen der Bauleitung und den Anwohnern sehr wichtig», erklärt er. Dazu braucht es ein Team, das mit den Anwohnern und Anwohnerinnen gut umgehen kann.

Die Zusammenarbeit zählt

Nicht nur die Menschen in der Nähe der Baustelle, auch das Team auf der Baustelle steht bei Rieser im Fokus. Er schätzt besonders, wenn seine Mitarbeitenden Eigeninitiative zeigen und Ideen einbringen, die das Projekt voranbringen. «Das ist ein Highlight, wenn die Mitarbeitenden mitdenken und ihre Ideen uns weiterbringen.» Es gehe nicht nur darum, Anweisungen zu befolgen, sondern aktiv zur Lösung beizutragen. «Wir wollen kooperativ führen», sagt Rieser. Für ihn ist es wichtig, dass seine Mitarbeiter sich als Teil des Ganzen fühlen und stolz auf das sind, was sie erreichen. «Am Ende zählt das Team und dafür braucht es gegenseitige Empathie.»

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«In der Baubranche sehe ich sehr gute Weiterbildungsmöglichkeiten.»

Noah Fleury, Strassenbauer in der Zusatzlehre, Stettler AG

Lernende als Schlüssel zur Zukunft

Rieser ist nicht nur Baumeister, sondern auch Berufsbildner. Für ihn ist es eine Herzensangelegenheit, junge Leute für die Baubranche zu begeistern. «Ich gehe persönlich in die Schulen und bin per Du mit den Lernenden», erzählt er. Gerade mit seinem speziellen Werdegang – vom Gymnasiasten, der eigentlich Physiotherapeut werden wollte, zum Baumeister – kann er authentisch aufzeigen, wie viele Wege in der Baubranche offenstehen. «Fürs Leben bringt eine Lehre mehr als der Gymer», ist er überzeugt.

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Einer der Lernenden bei der Stettler AG ist Noah Fleury, der gerade eine Zusatzlehre als Strassenbauer im ersten Lehrjahr absolviert. Letzten Sommer hat er seine Lehre als Fachmann Betriebsunterhalt abgeschlossen. «In der Baubranche sehe ich sehr gute Weiterbildungsmöglichkeiten», sagt der 21-Jährige. Maschinen und Technik ziehen ihn an. Wenn er von Dumpern und Belagsmaschinen umgeben ist, fühlt er sich wohl.

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Beruf mit Perspektive

Fleury übernimmt auf der Baustelle Verantwortung. «Heute sorge ich dafür, dass die Sicherheit stimmt», erklärt er. Zu seinen Aufgaben gehören auch das Schacht verputzen oder das Setzen von Randsteinen. Und er lernt jeden Tag etwas dazu, etwa den Dumper fahren oder eigenverantwortlich Leitungen verlegen.

Für Noah Fleury hat die Baubranche nicht nur praktische, sondern auch gesundheitliche Vorteile. «Ich brauche kein Fitness-Abo», lacht er. Er sieht nicht nur, was er geleistet hat, er fühlt es auch. Das sei sehr befriedigend. Auch Baumeister Lukas Rieser findet in seiner Arbeit Erfüllung: «Positive Kundenrückmeldungen sind das Schönste – und das geben wir auch gerne ans Team weiter.»

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Portrait zur Verfügung gestellt von: Schweizerischer Baumeisterverband SBV