Bauwirtschaft aktuell, Nr. 41

Wort zum neuen Jahr

Es liegt ein intensives und spannendes Jahr hinter uns. Wir haben viel angeschoben und konnten einiges erreichen. Wir haben diskutiert und debattiert, um dem Ziel, bauenschweiz in Politik und Öffentlichkeit als Sprachrohr der Bauwirtschaft zu positionieren, näher zu kommen.

In den politischen Geschäften von besonderer Bedeutung für unsere Branchen hat sich bauenschweiz an vorderster Front stark engagiert. Erwähnen wollen wir an dieser Stelle nur die wichtigsten Aktivitäten im Gesetzgebungsprozess:

  • Besonders intensiv hat uns die Revision des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen beschäftigt. Das innerhalb der Bauwirtschaft vereinte Engagement scheint sich auszuzahlen: Wir sind über weite Strecken zufrieden mit der vom Ständerat verabschiedeten Vorlage, in einzelnen Punkten besteht aber immer noch Nachbesserungspotential. Besonderes Augenmerk richten wir nochmals auf die Zuschlagskriterien und die Anpassung des Begriffs «wirtschaftlich günstiges Angebot» in «vorteilhaftestes Angebot», damit bei der Vergabepraxis endlich ein echter Kulturwandel hin zu mehr Qualitätswettbewerb entstehen kann. Da lassen wir nichts unversucht und werden uns bis zum Schluss der Debatte einbringen.
  • Erfreulich ist, dass der Bundesrat die beabsichtigte Änderung der Lex Koller fallen gelassen hat. Gemeinsam mit anderen Organisationen sind wir aktiv gegen die Revision angetreten und dürfen hier einen klaren Erfolg für unser Wirken verbuchen.
  • Die Kartellrechts-Thematik beschäftigt uns nach wie vor. Unsere Westschweizer KollegInnen von constructionromande haben die Initiative ergriffen und wollen mit drei parlamentarischen Vorstössen die Rechtslage klären. bauenschweiz unterstützt diese Vorstösse aktiv und hilft mit, dass in der Kartellproblematik endlich Klarheit geschaffen werden kann.

Neben der Überzeugungsarbeit bei Parlamentariern haben wir natürlich auch verschiedenste Stellungnahmen zu Vernehmlassungen verschickt und versucht, entstehende Vorlagen beispielsweise im Bereich Arbeitsschutz, in marktwirtschaftliche und unternehmerische Bahnen zu lenken.

Unser Engagement auf verschiedenen Ebenen ist weiterhin von immenser Bedeutung. Wir müssen noch vermehrt Einigkeit demonstrieren, damit die Bauwirtschaft als echte, politische Kraft wahrgenommen wird und auch entsprechenden Einfluss nehmen kann. Ebenso gilt es, die grossen Themen, wie die wirtschaftlichen Herausforderungen oder die Digitalisierung und damit einhergehende veränderte Bauprozesse vereint anzupacken. Wir engagieren uns auch im neu begonnenen Jahr für eine starke, innovative und moderne Bauwirtschaft und wünschen Ihnen ein unfallfreies und höchst erfolgreiches 2019!

Ständerat Hans Wicki, Präsident bauenschweiz

Ausschreibung Building Award

3. Building-Award in der entscheidenden Phase – Einsendefrist 15. Februar 2019

Ingenieure und Planer arbeiten meist im Hintergrund. Sie sind aber oft der Schlüssel zum Gelingen eines Bauwerks. Alle zwei Jahre rückt der Schweizer Building-Award besonders innovative und herausragende Ingenieurleistungen und ihre Macher ins Rampenlicht. Die Auswahl trifft jeweils eine hochkarätige Jury. Beim 3. Building-Award steht sie unter der Leitung von Sarah M. Springman, Rektorin der ETH Zürich. Die Preisverleihung findet am 6. Juni 2019 im KKL in Luzern statt. Wettbewerbseinsendungen sind in sechs Kategorien bis zum 15. Februar 2019 möglich. Alle Informationen zum Wettbewerb, zu den bisherigen Preisträgern und zur Preisverleihung vermittelt die Webseite www.building-award.ch.

«Der Building-Award zeichnet Ingenieurinnen und Ingenieure aus und macht herausragende Innovationen sowie Leistungen am Bau einem breiten Publikum bekannt», erklärt Sarah M. Springman (Prof. Dr.), Rektorin der ETH Zürich, ihr Engagement als neue Jury-Präsidentin dieser anerkannten Schweizer Auszeichnung. Sie löst René Hüsler (Prof. Dr.) ab, Direktor der Hochschule Luzern – Informatik. Er hat die Jury 2015 und 2017 erfolgreich präsidiert.

Ingenieurinnen und Ingenieure ins richtige Licht rücken

Ingenieurinnen und Ingenieure leisten einen wesentlichen Beitrag, dass Tunnel, Brücken, Systeme am Bau und alle anderen Bauwerke realisiert werden können und sicher funktionieren. Die Ingenieurleistungen, welche der Building-Award auszeichnet, sind in verschiedener Hinsicht herausragend: Die Lösungen sind innovativ, nachhaltig und von hoher Qualität. Sie setzen in Bezug auf ihre Komplexität, Einfachheit oder Originalität wegweisende Zeichen für die Zukunft. Darauf fokussiert der Building-Award bereits zum dritten Mal. Unternehmen, Institutionen, Schulen sowie Ingenieurinnen und Ingenieure sind eingeladen, ihre Projekte einzureichen, jurieren und auszeichnen zu lassen.

Der Building-Award ist der Schweizer Preis für ausserordentliche Ingenieurleistungen am Bau. Er macht den gesellschaftlichen Wert der Ingenieurarbeit greifbar und betont die Vielseitigkeit der Arbeit und die guten Perspektiven. Besonderes Augenmerk legt der Building-Award auf die Förderung des Ingenieurnachwuchses. Dafür wurden eigens zwei Kategorien geschaffen: Die Kategorie "Young Professionals" und die Kategorie "Nachwuchsförderung im Bereich Technik". Die weiteren Kategorien sind Hochbau, Infrastrukturbau, Energie- und Gebäudetechnik sowie Forschung und Entwicklung.

Starke Partner und die Stiftung bilding

Der Building-Award wird von Infra Suisse, dem Schweizerischen Baumeisterverband und der Schweizerischen Vereinigung Beratender Ingenieurunternehmungen usic getragen. Als weitere Partner unterstützen namhafte Schweizer Unternehmen, Organisationen und Verbände den Building-Award. Organisiert und durchgeführt wird der Building-Award von der Stiftung bilding. Sie fördert den Ingenieurnachwuchs im Bauwesen.

Weitere Auskünfte

Oehen PR Schweiz AG

Telefon 043 541 10 07

office@oehen.ch

bilding – Schweizerische Stiftung zur Förderung des Ingenieurnachwuchses im Bauwesen

Geschäftsstelle: Effingerstrasse 1, Postfach, 3001 Bern, Tel. 031 970 08 83, E-Mail: info@bilding.ch

www.bilding.ch / www.building-award.ch / www.iningenieursteckt.ch

Nein zur Zersiedelungsinitiative

Bei Annahme der Zersiedelungsinitiative steht in der Raumplanung viel auf dem Spiel. Die Initiative will einen rigorosen Einzonungsstopp von neuem Bauland. Die Realität lässt sie dabei völlig ausser Acht: Die Bevölkerung wächst weiter und die Gesellschaft möchte mobil sein. Einfach beim Status Quo zu verharren, ist auch ungerecht. Denn die Initiative trifft vor allem diejenigen, die bisher sparsam mit Grund und Boden umgegangen sind und vielleicht gerade jetzt auf eine Einzonung angewiesen sind. In Regionen, die wirtschaftlich erfolgreich sind und wo der Boden ohnehin knapp und teuer ist, würde mit der Initiative der Druck massiv verstärkt. Preis- und Mieterhöhungen wären vorprogrammiert.

Die Initiative enthält aussserdem Forderungen, welche mittlerweile mit dem neuen, 2014 in Kraft getretenen, Raumplanungsgesetz RPG erfüllt wurden. So lenkt die Raumpolitik von Bund und Kantonen die Siedlungsentwicklung nach innen und legt fest, dass Gemeinden nur noch über Bauzonen verfügen dürfen, die den Bedarf der nächsten 15 Jahre decken. Das neue RPG zeigt bereits Wirkung. Zwischen 2012 und 2017 wuchsen die Bauzonen trotz weiter ansteigender Bevölkerung nur noch marginal.

Die Initiative untergräbt auch die noch laufende Umsetzung des neuen Raumplanungsgesetzes auf Kantons- und Gemeindeebene. Denn und zum guten Glück ist die Schweiz kein Zentralstaat, bei dem Bundesbern alles vorgibt. Nun über eine Initiative via Bundesbern bereits wieder neue, Regeln einführen zu wollen, würde dem Bund, aber auch vor allem den Kantonen und Gemeinden grosse Probleme bescheren.

Deshalb und um uns nicht die Zukunft zu verbauen, braucht es am 10. Februar 2019 ein überzeugtes NEIN zur Zersiedelungsinitiative.

Sandra Burlet, stv. Direktorin bauenschweiz

Umfrage Baublatt: «Craftsmen’s Favorite»

Welche Produkte überzeugen mit ihrer Qualität? Welche Hersteller punkten mit ihren Serviceleistungen? Und wie verhält es sich mit dem Preis-Leistungsverhältnis? Wer sind die Favoriten? Das wollen Baublatt und Batimag wissen und laden Handwerker und Fachunternehmer ein, im Rahmen der «Craftsmen’s Favorite»-Umfrage ihr Votum zu Bauproduktherstellern und -marken abzugeben. In 16 Kategorien von Bad und Sanitär über Dach und Rohbau bis hin zu Werkzeuge – Experten wählen ihre Favoriten. Wer mitmacht erhält die Chance auf ein besonderes Erlebnis: Unter den Teilnehmern werden drei Fallschirm-Tandemsprünge oder Ballonfahrten für jeweils zwei Personen verlost. Die Gewinner entscheiden, ob sie sich mutig in die Tiefe stürzen oder schwebend die Aussicht geniessen wollen. Mitmachen lohnt sich also.

Die Gewinner dieser Umfrage, die drei Erstplatzierten Bauprodukthersteller jeder Kategorie, erhalten das Signet «Craftsmen's Favorite» in Gold, Silber oder Bronze. Der jeweils Erstplatzierte je Kategorie wird zusätzlich mit ener Trophäe ausgezeichnet. – Bei «Craftsmen’s Favorite»  handelt es sich um eine unabhängige Marktumfrage der führenden Baufachzeitschriften Baublatt und Batimag respektive ihrer Herausgeberin, der Docu Media Schweiz GmbH. Die Umfrage feiert dieses Jahr übrigens Premiere – und soll dann alle zwei Jahre durchgeführt werden.

Zur Umfrage "Craftmen's Favorite"