Bauwirtschaft aktuell, Nr. 33

Building-Award 2017: Fussgängerbrücke macht Furore

Am 20. Juni 2017 wurden zum zweiten Mal Ingenieure im Bauwesen für ihre Leistungen ausgezeichnet und gefeiert. Mit einer glamourösen Party im Kultur- und Kongresszentrum Luzern KKL ging die Vergabe des Building-Awards über die Bühne, bei dem herausragende Ingenieurleistungen am Bau ausgezeichnet werden. Über 780 Teilnehmende aus Bauwirtschaft und Politik fanden den Weg nach Luzern und verfolgten gespannt die Preisverleihung, durch welche die Moderatorin und ehemalige Miss Schweiz Christa Rigozzi führte.

Gewonnen hat nicht etwa ein Grossprojekt aus dem In- oder Ausland. Mit dem Gesamtpreis ausgezeichnet wurde die kleine, rund zwölf Meter lange, bewegliche Fussgängerbrücke beim Wahrzeichen von Genf, dem Jet d’eau. „Dem Ingenieurteam der INGENI SA ist eine Meisterleistung gelungen. Ingenieurskunst zeichnet sich vielfach durch einfache, logische, aber bestechende Lösungen aus“, so Urs von Arx, Initiant des Building Awards.

Der Building Award darf mit Fug und Recht als Grosserfolg bezeichnet werden. Bereits bei seiner zweiten Ausgabe hat er sich zu einem Event mit Ausstrahlung weit über die Bau-Szene hinaus entwickelt.

 

Redaktion Bauwirtschaft aktuell

Nein zur Verschärfung der Lex Koller

Vom 10. März bis 31. Mai 2017 hat der Bundesrat eine Änderung zum Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland – kurz Lex Koller – in die Vernehmlassung geschickt. bauenschweiz ist nach eingehender Prüfung der Vorlage zum Schluss gekommen, dass diese gegenwärtig weder nötig noch zweckmässig ist.

Die Vorlage enthält einen ganzen Strauss von Revisionsvorschlägen zur heutigen Lex Koller. Die Änderungen reichen von der Ermöglichung des Zugangs zu Genossenschaftswohnungen für Staatsangehörige aus aussereuropäischen Ländern über Verschärfungen des Erwerbs von Hauptwohnungen für Nicht-EU- und -EFTA-Bürger bis Umnutzungsbeschränkungen von Betriebsgrundstücken und Einschränkungen für ausländische Investoren. Diverse weitere Bestimmungen zielen auf eine angebliche Klärung der Rechtslage oder bessere Durchsetzung der Gesetzgebung.

Viele der in die Vernehmlassung geschickten Bestimmungen entsprechen bereits der gängigen Praxis, eine Gesetzesrevision erübrigt sich deshalb. Andere Aspekte, wie die Unterstellung des Grundstückerwerbs durch Staatsbürger aus Drittstaaten gekoppelt mit der Verkaufspflicht stellen eine markante Verschärfung dar, die aus Sicht der Bauwirtschaft nicht angezeigt ist. Zur Diskussion stellt die Vorlage auch ein Verbot der Vermietung oder Verpachtung von Betriebsstättegrundstücke sowie ein Verbot des Erwerbs von Anteilen an börsenkotierten Wohnimmobiliengesellschaften durch Personen im Ausland. Diese Bestimmungen entstammen den im Jahr 2013 von Nationalrätin Jacqueline Badran eingereichten Motionen. Der Ständerat hat diese Vorstösse aus guten Gründen abgelehnt. Die Betriebsstättegrundstücke wurden 1997 von der Bewilligungspflicht befreit, um ausländische Investitionen in Produktions- und Dienstleistungsbetriebe zu ermöglichen. Diese leichte Öffnung des Immobilienmarktes für Personen im Ausland war für die hiesige Volkswirtschaft durchaus vorteilhaft. Namentlich in den Tourismusgebieten wurden und werden dringend nötige Investitionen in Infrastrukturen durch ausländische Investoren dadurch gerade erst möglich.

Entgegen den geäusserten Absichten würde der administrative Aufwand der Lex Koller mit dieser Vorlage nicht verringert sondern weiter erhöht. Die Regulierungsfolgenabschätzung von Fahrländer und Partner bringt es auf den Punkt: Angesichts der Regulierungskosten, die mit dieser Vorlage generiert würden, gekoppelt mit der weitgehenden Wirkungslosigkeit auf den Immobilienmarkt ist auf die Vorlage zu verzichten. bauenschweiz spricht sich deshalb gegen die Revisionsvorlage aus.

Die Thematik schlägt immer wieder einmal hohe Wellen. bauenschweiz hat sich deshalb auch am Parlamentarierabend vom 31. Mai 2017 dem Thema angenommen und Befürworter und Gegner zu Wort kommen lassen. Die Referenten Nationalrätin Jacqueline Badran und Martin Neff, Chefökonom der Raiffeisen Schweiz, haben ihre Sicht der Dinge dargelegt. Der Anlass ist auf grosses Interesse gestossen und hat angeregte Diskussionen ausgelöst.


Redaktion Bauwirtschaft aktuell

Energiestrategie 2050: Erfreuliches Ja

bauenschweiz ist über das heutige Ja zum Energiegesetz erfreut. Das Volk hat sich damit für die Umsetzung des ersten Massnahmenpakets der Energiestrategie 2050 ausgesprochen.  Die Chance zur Förderung der einheimischen Energieversorgung, aber auch zur Stärkung der inländischen Wirtschaft wurde mit diesem Entscheid wahrgenommen. Die Diskussion über die künftige Energieerzeugung und deren Nutzung ist somit lanciert.

Medienmitteilung