Bauwirtschaft aktuell, Nr. 30

Neuer Präsident gewählt

Ständerat Hans Wicki ist Nachfolger von alt-Nationalrat Hans Killer. An der Plenarversammlung vom 17. November 2016 wurde Hans Wicki zum neuen Präsidenten von bauenschweiz gewählt. Markus Mettler wurde als Nachfolger von Martin Schmid in den Vorstand gewählt.

Insgesamt gegen 100 Delegierte und Gäste fanden den Weg an die Herbst-Plenarversammlung von bauenschweiz in Bern. Killer gab einen kurzen Überblick über die bauwirtschaftliche Lage, von der im Vorjahr insbesondere bei den Zementlieferungen und im Bauhauptgewerbe eine Korrektur nach unten konstatiert worden ist. Laut Umfragen scheint das aber für viele im Markt bereits weitgehend überwunden. Hierzu trägt vor allem der aktive Wohnungsbau bei. Die Stimmung sei derzeit intakt, so Killer, ob und wie lange diese anhält, bleibe abzuwarten. 

Hans Killer verabschiedete Ständerat Martin Schmid aus dem Vorstand und bedankte sich für sein Engagement für bauenschweiz und für die Bauwirtschaft. Als Nachfolger von Martin Schmid wurde Markus Mettler in den Vorstand von bauenschweiz gewählt. Markus Mettler ist CEO der Halter Gruppe und Mitglied des Vorstandes von Entwicklung Schweiz.  

Ständerat Hans Wicki wurde von der Versammlung mit grossem Applaus zum neuen Präsidenten gewählt. Der Ökonom Hans Wicki ist seit 2015 Nidwaldner Ständerat. Bis Mitte 2016 war er Landamman und Baudirektor des Kantons Nidwalden. Als ehemaliger Baudirektor steht er den bauwirtschaftlichen Themen sehr nahe und bringt in Planungs- und Baufragen ein grosses Wissen mit.

Im Namen des Vorstands bedankte sich Alfred Squaratti, stellvertretender Präsident bauenschweiz, beim scheidenden Präsidenten für seinen grossen Einsatz und liess Revue passieren, wie Killer mit Engagement und Weitsicht bauenschweiz in den vergangenen sechs Jahren präsidiert hat. Die Versammlung verabschiedete sich von Hans Killer mit einem langanhaltenden Applaus.

Im zweiten Teil informierte Bernhard Lenzin, Head of Industrial Industries der Swisscom, über die Zukunft der vernetzten Welt. Dr. Peter Richner, stellvertretender Direktor und Departementsleiter der EMPA, brachte den Zuhörern unter dem Titel NEST – Gemeinsam Zukunft bauen, das beeindruckende Forschungs- und Innovationsgebäude der EMPA näher. Als Gastreferent durfte Gustave E. Marchand, Direktor des Bundesamtes für Bauten und Logistik, begrüsst werden. Als auf Ende Jahr scheidender Direktor des BBL vermittelte er auf humorvolle Art und Weise einen Einblick in die Herausforderungen eines Amtsdirektors.

Redaktion Bauwirtschaft aktuell

Mit dem NAF fährt die Schweiz gut

In der vergangenen Herbstsession haben die eidgenössischen Räte den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds NAF unter Dach und Fach gebracht. Dies ist für die Bauwirtschaft, aber auch alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer eine gute Nachricht. Weil es sich um eine Verfassungsänderung handelt, steht am 12. Februar 2017 die Volksabstimmung an. Wir brauchen den NAF, wie Sie den folgenden Argumenten entnehmen können:  

1. JA zur Stärkung des Schweizer Verkehrsnetzes.

Der NAF stärkt das Schweizer Verkehrsnetz. Eine ausgezeichnete Verkehrsinfrastruktur ist Voraussetzung für eine leistungsfähige Wirtschaft und Gesellschaft.

2. JA zur Beseitigung von Engpässen.

Der NAF sichert die Finanzierung, um Engpässe im Nationalstrassennetz zu beseitigen, denn dieses stösst an seine Grenzen. Der neue Strassenfonds NAF schafft Abhilfe. Er stellt sicher, dass in Zukunft genügend finanzielle Mittel in Betrieb, Unterhalt und Ausbau der Nationalstrassen investiert werden können.

3. JA zur Entlastung der Städte und Agglomerationen.

Der NAF hilft, die Städte und Agglomerationen zu entlasten. Mit dem NAF investieren Bund, Kantone, Städte und Gemeinden auch künftig gemeinsam in Umfahrungen und Entlastungsstrassen, in Busse, Trams, in Massnahmen für mehr Sicherheit oder zur Verminderung von Lärm und Umweltschäden.

4. JA zur Stärkung der Land- und Bergregionen.

Mit dem NAF fahren auch Landregionen und Berggebiete gut. Durch den neuen Netzbeschluss werden 400 Kilometer Kantonsstrassen ins Nationalstrassennetz aufgenommen. Das entlastet die Kantone. Der hohen Bedeutung der Strassen in den Randregionen wird Rechnung getragen.

5. JA damit KMU und Wirtschaft besser fahren.

Der NAF sorgt dafür, dass den KMU und der Wirtschaft auch in Zukunft wettbewerbsfähige Verkehrsinfrastrukturen zur Verfügung stehen. Die weit über 20’000 Staustunden pro Jahr belasten die Wirtschaft schwer. Der Wohlstand der Schweiz ist davon abhängig, dass unsere Unternehmen nicht stillstehen. Es profitieren alle, wenn der Verkehr besser fliesst.

6. JA zu einer langfristigen und ausgewogenen Finanzierung des Verkehrs.

Der NAF garantiert eine solide und ausgewogene Finanzierung. Langfristige Projekte wie der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur brauchen eine langfristige Finanzierung. Dem Bahninfrastrukturfonds hat das Volk bereits zugestimmt. Mit dem NAF besteht die Chance, die Entwicklung des Schweizer Verkehrsnetzes weiter zu stärken.

Deshalb, stimmen Sie am 12. Februar 2017 dem NAF zu und legen Sie ein entschiedenes JA ein.

Ständerat Hans Wicki, Präsident bauenschweiz 

2. Building-Award 2017, der Wettbewerb ist lanciert

2017 findet der 2. Building-Award statt. Der von der Stiftung bilding lancierte Award hat zum Ziel, herausragende, bemerkenswerte und innovative Ingenieurleistungen auszuzeichnen und somit den Ingenieurnachwuchs zu fördern. Die Wettbewerbsunterlagen sind verfügbar, Eingaben sind bis am 18. Februar 2017 möglich.

Ingenieurinnen und Ingenieure am Bau sind Schlüsselpersonen. Dank ihnen «schweben» Dächer, schaffen Tunnel neue Möglichkeiten, werden neue technische Standards gesetzt oder besticht ein Gebäude mit Komfort. Der Building-Award macht Ingenieurleistungen für eine breite Öffentlichkeit sichtbar und bringt Vorbilder hervor. Die Darstellung der Ingenieurarbeit mit ihrem gesellschaftlichen Wert fördert die Anerkennung und das Verständnis. Ziel dieser Bestrebungen ist die Nachwuchsförderung. Die Stiftung bilding ist überzeugt, dass der Award hierbei Wesentliches leisten und wichtige Impulse geben kann.

Am 20. Juni 2017 wird im KKL Luzern zum zweiten Mal der Building-Award verliehen. Bewertet und ausgezeichnet werden herausragende, bemerkens­werte und innovative Ingenieurleistungen am Bau. Die besten Akteure und ihre Teams werden im würdigen Rahmen geehrt und gefeiert. Die diversen Ingenieurgattungen prägen die Bauwerke bezüglich Statik, Technik und Formgebung massgeblich. Die Geschichten von Bauten und Köpfen sind spannend, die Berufsperspektiven ausgezeichnet. Der Buil­ding-Award verschafft den Ingenieurberufen am Bau eine Plattform und damit Aufmerksamkeit. Die mediale Berichterstattung macht die Berufe, die Möglichkeiten und die Vorbilder bekannt.

Die ausgeschriebenen Wettbewerbskategorien: 

  • Hochbau
  • Infrastrukturbau
  • Energie- und Gebäudetechnik
  • Forschung und Entwicklung
  • Young Professionals
  • Nachwuchsförderung im Bereich Technik

Pro Kategorie werden maximal fünf Objekte nominiert und pro Nomination werden zwei VertreterInnen kostenlos zur Award-Verleihung eingeladen. Alle Nominationen werden dem Publikum audiovisuell präsentiert.

Weitere Informationen zum Building-Award und die Ausschreibungsunterlagen sind aufgeschaltet unter

www.building-award.ch

Stiftung bilding