Der Bundesrat will die Funktionsfähigkeit des Nationalstrassennetzes durch Investitionen in Betrieb, Unterhalt und punktuelle Erweiterungen über das Strategische Entwicklungsprogramm (STEP) erhalten. Bis 2030 sollen dazu Bauprojekte im Umfang von 11,6 Milliarden Franken realisiert werden. Das Parlament hat im September 2023 den fünf vom Bundesrat vorgeschlagenen baureifen Projekten zugestimmt. Dagegen ist von mehreren Verbänden das Referendum ergriffen worden. Somit wird das Volk 2024 über dieses Projekt abstimmen. Der Abstimmungstermin steht noch nicht fest. Der vom Parlament verabschiedete Entwurf ist ausgewogen und geht auf die dringendsten Bedürfnisse aller Landesregionen ein. Eine punktuelle Erhöhung der Kapazitäten ist unerlässlich, um die Funktionalität unseres Autobahnnetzes aufrechtzuerhalten und einen massiven Ausweichverkehr zu verhindern. Das Bevölkerungswachstum sowie die Zunahme unserer sozioökonomischen Mobilität erfordern eine Anpassung unserer Infrastrukturen. Eine Verlagerung von nur 10% des motorisierten Individualverkehrs auf die Schiene wäre gleichbedeutend mit einer Verdoppelung (+100%) der Fahrten auf der Schiene. Es ist daher unrealistisch, nur auf eine Verlagerung von der Strasse auf die Schiene zu setzen, um die aktuelle und zukünftige Nachfrage zu decken. Deshalb hat der Vorstand die Ja-Parole gefasst und setzt sich gegen das Referendum ein.